Chancen des Social-Credit-System (Sozialpunkte-System)

Über die Chancen, dieses Systems habe ich schon im letzten Artikel einiges geschrieben. Etwa, dass wir so wie bei den Computerspielen, mit digitalen Punkten und Leveln Anreize schaffen können, dass Menschen sich sozial engagieren. Dass sie alles bestmöglich nutzen und nichts verschwenden.

In diesem Artikel möchte ich mal darüber nachdenken, was mit so einem Sozialpunkte-System alles möglich wäre, vor allem aber wie wir es verwirklichen können.

Da es ja um die Chancen geht, setze ich voraus, dass das System weitestgehend fair und gerecht abläuft. Was nichts anderes heißt, dass das maschinell protokollierte Sozialverhalten, dem Realen so gut wie möglich entspricht und somit auch die Belohnung fair ist.

Gutes Verhalten belohnen

Jeder, der über das Jahr wenig Wasser oder Strom verbraucht, bekommt einen kleinen Rabatt oder ein paar digitale Umweltpunkte.

Fahrgemeinschaften mit anderen bilden, mit dem Bus oder mit dem Fahrrad fahren, das gibt entsprechende digitale Umweltpunkte.

Wer Fleisch aus artgerechter Tierhaltung ißt und Wasser statt Cola trinkt, bekommt digitale Gesundheitspunkte.

Sozialpunkte gibt es natürlich auch für diejenigen, die sich für das Gemeinwohl engagieren, beispielsweise indem sie:

  • sich Lösungen für gesellschaftliche Probleme überlegen,
  • Müll von der Landschaft einsammeln,
  • für anderen Menschen etwas tun, dass sie nicht mehr selbst tun können

und vieles mehr.

Diese Punkte können wir dann entweder direkt gegen die Dinge die wir gerade benötigen eintauschen oder gegen digitales Geld (z. B. Minutos) eintauschen und damit dann Dinge kaufen.

Wer möchte, dass auch andere sehen, wie viel Gutes er tut, der kann sein Sozialprofil auch öffentlich machen. Am besten an einer zentralen Stelle, so dass seine guten Taten für jeden gut sichtbar sind.

Diese Punkte können auch Kinder erwerben, wenn sie:

  • sich für das Gemeinwohl engagieren
  • sich umweltfreundlich verhalten
  • lebenswichtige Dinge lernen und dabei gute Leistungen abliefern
  • wenn sie ihren Eltern helfen
  • usw.

Wer wenig verbraucht wird belohnt

Die tatsächlich vorhandene Energie bzw. die Lebensmittel werden durch Kontingente gerecht verteilt. Jeder Mensch bekommt so seinen gerechten Anteil an allen vorhandenen natürlichen Ressourcen.

Was wäre denn der gerechte Anteil an Lebensmitteln und Energie?

Dazu wird der Mindestbedarf an Essen, Trinken, Wasser, Strom ermittelt, den ein Mensch im Monat hat.

Diesen Grundbedarf an Lebensmitteln und Energie bekommt jeder für einen sehr günstigen Grundpreis. Für alles was über dieses Kontingent hinausgeht, muss entsprechend mehr bezahlt werden.

Bei Trinkwasser könnte das beispielsweise der 20-fache Preis sein. Also jeder Liter Trinkwasser, der über das Grundkontingent hinausgeht, kostet ein Vielfaches.

Ähnlich könnte man es mit den Lebensmitteln und dem Strom machen. Wer über das demokratisch von allen Beteiligten festgelegte Kontingent hinaus konsumiert, der zahlt dann z. B. 3 mal soviel für die betreffenden Lebensmittel und 4 mal soviel für die Kilowattstunde Strom.

Der so gemachte Gewinn, wird in einer Gemeinwohl-Kasse gesammelt und dient dazu gemeinnützige Dinge zu finanzieren. All das wird natürlich dezentral vor Ort und demokratisch entschieden.

Je nach Knappheit, könnte sich das Kontingent jedes einzelnen Menschen auch daraus berechnen, was aktuell an Lebensmitteln und Energie vorhanden ist.

Die Verschwender werden so wirksam durch die Lebensmittel-, Wasser- und Energiekontingente dazu gezwungen Maß zu halten, zumindest aber entsprechend für das Gemeinwohl zu investieren. Es spielt dabei keine Rolle ob dass die eigene Arbeitskraft ist oder Sozialpunkte/Geld.

Kontingente für die Internet-Nutzung

Die Nutzung des Internets zum suchen, informieren, fragen, diskutieren, aus- und weiterbilden und ein- und verkaufen ist kostenlos.

Für den Zugang zum Spielen und Ablenken von den lebenswichtigen Dingen werden wieder Kontingente eingeführt. Damit wird die Möglichkeit sich abzulenken auf ein vernünftiges Maß beschränkt.

Die Zeitkontingente können wir demokratisch entscheiden.

Das Ganze könnten wir auch für unsere Kinder umsetzen.

Wer also das Internet nur zum Zeitvertreib nutzen möchte, der muss dafür bezahlen.

Digitale Technologien, die zum Erfassen des realen Verbrauchs genutzt werden können

Digitale Wasserzähler und Stromzähler gibt es heute schon. Die Kontingente können über diese Zähler erfasst und unter der digitalen ID gespeichert werden. All das wäre  schon heute technisch möglich, aber sehr aufwendig und teuer.

Falls das also wegen Geldmangel nicht machbar wäre, könnten wir das auch mit den analogen Strom- und Wasserzählern realisieren. Dann kommt einfach wie bisher der freundliche Stromableser. Jetzt halt in etwas kürzeren Intervallen und der Verbrauch wird beispielsweise über 3 Monate berechnet.

Auch die Einhaltung der Lebensmittel-Kontingente kann mit Lebensmittelmarken kontrolliert werden. Die technische Variante, wären RFID-Chips, die beispielsweise im Supermarkt zum Einsatz kommen. Bezahlt wird digital mit dem Smartphone, so kann alles elektronisch protokolliert werden. Das Handy speichert unser gesamtes Konsumverhalten und weiß wann unsere Kontingente erreicht sind und schaltet dann automatisch auf die höheren Preise um.

Beim Wasser beispielsweise auf den 20-fachen Preis oder beim Strom auf das 4-fache.

Fazit

In dem eben beschriebenen System wird niemand benachteiligt. Wer mehr möchte, der muss sich halt entsprechend mehr an den Gemeinwohl-Kosten beteiligen. Jeder darf also mehr nehmen, spürt das aber mit aller Deutlichkeit.

Die Gewinne, die dadurch erzielt werden, daß derjenige, der sein Kontingent ausgereizt hat, jetzt wesentlich mehr für seine Lebensmittel bezahlt, werden für Gemeinwohl-dienliche Zwecke verwendet.

Beispielsweise kommen sie bedürftigen Menschen und der Natur zugute, etwa um Schäden zu beheben. Aber auch Menschen, die durch den Mehrverbrauch des Einzelnen mehr arbeiten müssen, werden mit diesem Geld fair für ihre Arbeit bezahlt.

Mit Hilfe dieses Kontingenten-Systems soll derjenige belohnt werden, der sich nur soviel nimmt, wie er wirklich braucht.

Gleichzeitig soll derjenige klar erkennen, dass er sich mehr nimmt, als ihm zusteht. Damit es aber nach den Regeln der freien Marktwirtschaft geht, soll ihm der übermäßige Zugriff auf die Lebensmittel, die Energie usw. nicht verwehrt werden. Allerdings soll es ihm durch die höheren Kosten erschwert werden. Außerdem soll er sich dafür entsprechend mehr für das Gemeinwohl engagieren.

 

 

 

 

 

 

 

 


Martin Glogger
Martin ist der Gründer und der Visionär hinter der Akademie für Lebensunternehmer. Er unterstützt alle die eigenverantwortlich leben und über sich hinaus wachsen möchten. Ganz besonders aber diejenigen, die ihre Zeit und ihre Energie in die Neugestaltung unserer Gesellschaft investieren können und wollen.

 


 

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