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(Deutsch) Ideen für ein menschenfreundliches Finanzsystem

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Schaut man aber genauer hin, versteht man, dass nicht das Geld arbeitet,
sondern andere Menschen, denen man entsprechend viel wegnimmt.

Traurige Beispiele dafür sind die vielen Millionen Menschen bei uns, die arm
trotz Arbeit sind. Sie arbeiten in sogenannten Aufstocker- oder Niedriglohnjobs,
mit denen sie so wenig Geld verdienen, dass sie trotzdem noch staatliche
Zuschüsse für die Mieten und Energiekosten beantragen müssen.

Wie läuft das Wegnehmen in der Praxis ab?
Die Zinsen bzw. Renditen werden sehr geschickt in den Preisen für alle Waren
und Dienstleistungen versteckt. So merken es die Meisten nicht einmal.

Damit diese Zinsen auch erwirtschaftet werden können, erzwingt das
Zinssystem ein ständiges Wirtschaftswachstum!

Wohlgemerkt, dieses Wachstum wird durch den Zins und Zinseszins erzwungen und
nicht durch das, was Menschen wirklich brauchen.

Wir merken diesen extremen Wachstumszwang im Alltag daran, dass wir mit
Werbung überflutet werden. Wir sollen möglichst viel kaufen, natürlich neu,
damit auch die Mehrwertsteuer fließt. Geld sparen ist streng verboten, weil wir
unser Geld sonst dem Wirtschaftskreislauf entziehen. Sparen wir trotzdem, dann
muss der Staat das zwangsweise durch die Aufnahme von Krediten wieder
ausgleichen, um eine innere Preisstabilität zu gewährleisten. Wobei auch ein
ganz schöner Anteil unserer Sparvermögen als Kreditsicherheit dient, etwa wenn
die Amerikaner, die Griechen, die Spanier oder die Italiener bei uns Autos,
Maschinen und Werkzeuge auf Pump kaufen möchten – natürlich ohne uns Sparer zu
fragen.

Was aber ist, wenn die Wirtschaft schlecht läuft und die Guthabenzinsen
nicht aus den Einnahmen erwirtschaftet werden können ? Was passiert, wenn der
Schuldner seine Schuldzinsen nicht bezahlen kann? Wenn der Steuerzahler die
Schulden für seine Mitmenschen übernehmen muss ? Genau dann, wenn solche
Situationen für eine längere Zeit überhand nehmen, wird die durch die Zinsen
erzeugte Geldmenge die durch die tatsächliche geistige oder körperliche Arbeit
geschaffene mehr und mehr übersteigen. Deshalb hat sich zwischen 1970 und 2008
der Wert der produzierten Güter verdreifacht. Die Menge des umlaufenden Geldes
aber ist um das 13,5-fache angestiegen. Die durch die Zinsen erzeugte
Kapitalmenge wächst also wesentlich schneller als die durch die tatsächliche
geistige oder körperliche Arbeit erwirtschaftete Geldmenge, die wir in Form von
Produkten und Dienstleistungen geschaffen haben.

Diese riesigen Kapitalmengen suchen nach Anlagemöglichkeiten und Renditen.
Doch diese Renditen kann die Realwirtschaft immer weniger erwirtschaften. Das
fördert Spekulationen und Betrug.

Man muß sich das einmal vorstellen: Ein Großteil, der an der
Börse gehandelten Aktien (Werte) haben keinen realen Hintergrund mehr, sondern
sind nur noch Phantasieprodukte. Beim Goldhandel übersteigt der Anspruch bei
weitem, die real vorhandene Goldmenge!

Wir handeln also mit einer Ware, die es gar nicht gibt. Banken
haben ein Eigenkapital von höchstens 10,5%, was bedeutet, sie zocken mit dem
Geld der Anleger und Sparer. Ist das Geld weg, dann darf der Steuerzahler
einspringen und sein eigenes Geld refinanzieren.

Auch sind wir und die anderen EU-Staaten völlig überschuldet!

Anstatt aber eine Währungsreform durchzuführen bzw. den offiziellen
Staatsbankrott anzumelden, werden von den Staaten bzw. Regierungen:

  • völlig unangemessen hohe Steuern vom Steuerzahler erhoben
  • weiter Kredite aufgenommen bzw. sogenannte Staatsanleihen ausgegeben, also
    weiter Schulden gemacht, für die wir Staatsbürger am Ende bürgen müssen
  • auf unsere Kosten Rendite gemacht (z. B. Immoblien, Gold, …)

und unser Geld entwertet (Stichwort: Inflation).

Wie der Name “Staatsanleihen” schon sagt, kann so jeder, bis hin zu den
Zentralbanken, einem Staat Geld leihen. In der Praxis kauft sich der jeweilige
Investor dazu sogenannte Wertpapiere (z. B. Bundesschatzbriefe oder
Bundeswertbriefe).

Schon vor der Corona-Krise (im Jahr 2016) kaufte die EZB
monatlich Wertpapiere der EU-Staaten im Wert von 80 Milliarden Euro auf. Jetzt
im Jahr 2020 sind es 117 Milliarden!

Diese Zahlen stammen aus dem Artikel “Sechs Dinge, mit denen
die EZB die Finanzmärkte beruhigen will”, der am 19.03.2020, im Handelsblatt
veröffentlicht wurde. In diesem Artikel heissen die Papiere, natürlich
Wertpapiere, obwohl sie real nichts wert sind!

Was diese Papiere bei Pleitestaaten wert sind, kann sich jeder selbst
ausmalen.

Oder, was sind die Staatsanleihen der Euro-Länder wert, wo
Pleitestaaten mit Fiat-Money (wertloses Geld) finanziert wurden und weiterhin
werden?

Mittlerweile (April 2020) beläuft sich der Schuldenberg
wertloser Staatsanleihen auf über 3,5 Billionen € mit stark steigender
Tendenz.

Alan Greenspan brachte es
auf den Punkt:

“Staatsanleihen sind nicht durch reale Sachwerte unterlegt,
sondern nur durch das Regierungsversprechen, das Ganze aus künftigen
Steuereinnahmen zu bezahlen.”

Die Regierungen und auch unsere Mitbürger, die keine
Änderungen haben möchten, kaufen sich so Zeit. Je mehr Zeit verstreicht, desto
tiefer wird der Fall sein! Im Grunde ist das eine Insolvenzverschleppung.

Nicht zuletzt stecken die Zinsen auf unsere immer weiter steigenden
Staatsschulden in allen Produkten und Dienstleistungen mit drin und verteuern so
deren Preise. Deshalb können wir mit dem gleichen Geld immer weniger kaufen.
Unser Geld wird entwertet (Stichwort: Inflation).

Gibt es eine Alternative zu unserem gegenwärtigen Finanzsystem?

Grundsätzlich arbeiten wir für die Schulden unseres Finanzsystems noch genauso lange, wie wir an dieses System glauben. Sobald wir Staatsbürger nicht mehr daran glauben und unsere Vermögen in gemeinwohl-dienliche Unternehmen bzw. Projekte, in Sachwerte (Immobilien,
Reparaturen am Haus, Geräte, Werkzeuge, …), Edelmetalle (Gold, Silber, …) usw. investieren, entziehen wir dem Geldsystem seine Grundlage und es bricht zusammen. Damit endet die von oben herab befohlene Schuldenmacherei, es folgt eine Währungsreform.

Diese können wir für einen Neuanfang nutzen!

Regional könnten wir dann
verschiedene der vielen bestehenden Währungssysteme praktisch ausprobieren. Es
gibt nämlich nicht nur das allseits bekannte, zinsbasierte Schuldgeldsystem!

Während wir das Währungssystem ausprobieren, beobachten wir
die Vorteile und Probleme der jeweiligen Währung und dokumentieren das Ganze.
Auf diesem Wege können wir dann die beste aller möglichen Währungen
herausfinden.

Global geht so was natürlich nicht. Was könnte da kommen?

Vielleicht eine weltweite Währungsreform, wo dann eine digitale Weltwährung
eingeführt wird ?

Auf jeden Fall sollte es ein menschenfreundliches Finanzsystem sein, wo Geld nicht mehr von habgierigen und rücksichtslosen Leuten dazu missbraucht werden kann, um uns mit Hilfe von Zinsen, Renditen, Inflation und Steuern unsere Lebenszeit und Lebensenergie zu stehlen.

Wobei Geld an sich nicht das Problem ist! Geld ist eine gute Methode, wie wir
den Lohn für unsere geistigen und körperlichen Leistungen speichern und
natürlich auch flexibel untereinander austauschen können.

Der Fehler ist, dass viele den Wert unserer Leistung ausschließlich in Geld
und dem kurzfristigen Nutzen messen, anstatt darin, wie viel Sinn, Freude und
Wohlgefühle die Beteiligten empfunden haben, als die Leistung erbracht wurde.
Der Wert unserer Arbeit sollte nicht daran gemessen werden, wieviel Geld wir
damit verdienen, sondern was diese Arbeit aus uns macht. Können wir uns durch
unsere Arbeit persönlich weiterentwickeln und so unser Bestes geben oder aber
werden wir durch unsere Arbeit zu rücksichtslosen und verlogenen Egoisten, die
sich nehmen, was geht und die nur soviel geben, wie sie unbedingt müssen.
Arbeit ist also dann wertvoll, wenn sie uns hilft, unsere Persönlichkeit
weiterzuentwickeln, so dass wir unser Bestes geben können!

Für diese neue Denkweise brauchen wir Menschen mit einer neuen,
ganzheitlichen Sicht auf unsere gemeinsame Welt! Natürlich brauchen wir auch
ein Finanzsystem, das mit dieser neuen Denkweise harmoniert.

Ein Finanzsystem:

  • das nicht zentral gesteuert wird,
  • ohne Zinseszins-System,
  • mit entsprechend vorgebildeten Teilnehmern,
  • gedecktem Geld,
  • ohne die von den Systemhütern befohlene Schuldenmacherei

und bei dem die Geldinstitute nur soviel Geld verleihen dürfen, wie sie an
Eigenkapital haben.

Also weg mit dem zinsbasierten Schuldgeldsystem!

Hin zu einem Finanzsystem, wo die Menschen belohnt werden, die durch ehrliche
Arbeit, auf wertvolle Weise zu ihrem Wohl und zum Gemeinwohl beitragen!

Um eine bessere Alternative dafür zu finden, schrieb ich dieses Buch.

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