neue wege gehen - gesellschaftlicher-wandel

Wenn wir etwas anderes wollen, dann müssen wir neue Wege gehen!

Wie sieht dieser neue Weg ganz grob aus?

Eine Umgebung, wo eben nicht die stetig steigenden Schulden unserer privaten Haushalte und Staaten ein ständiges wirtschaftliches Wachstum erzwingen.

Eine Wirtschaft, in der nicht Profite auf Kosten von Mensch und Natur gemacht werden. In der das Wohl von Mensch und Natur einen höheren Stellenwert hat als der Geldgewinn.

Moment, all das kennen wir doch schon.

Überall können wir davon lesen und hören, wie die Politiker unsere Wirtschaft zum Wohle von uns und der Natur umbauen wollen.

Sie soll klimaneutral werden. Der böse Kapitalismus soll beendet und die Marktwirtschaft muss überwunden werden. Noch mehr Steuern, noch mehr Schulden, noch mehr Umverteilung.

Wer wissen möchte, was unsere Politiker in wichtigen Bereichen unserer Wirtschaft tatsächlich tun, der sollte sich mal deren Ziele in einigen wichtigen Bereichen anschauen.

Genau das tun wir jetzt. Darüber hinaus stelle ich noch sehr interessante und praktikable Lösungen vor, die aber in der herrschenden Politik keine Beachtung finden.

Einige wichtige politische Ziele in der:

  • Lebensmittelversorgung
  • Arbeitswelt
  • Energiewirtschaft


Einige wichtige politische Ziele in der Lebensmittelversorgung

  • die Bevölkerung mit guten und gesunden Lebensmitteln zu erschwinglichen Preisen versorgen
  • in der Landwirtschaft Beschäftigten ihr Einkommen zu sichern
  • eine Landwirtschaft, die das Wasser nicht verschmutzt, die Vielfalt der Arten erhält und Tiere artgerecht hält

Wurden die Ziele deiner Meinung nach erreicht, auf einer Skala von 1 (gar nicht) bis 10 (vollständig)?

Googelt man nach entsprechenden Stichwörtern, erscheinen in der Trefferliste vielfältige Artikel, in denen man die Realität erfährt.

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Beispielsweise, dass wir beim Verzehr unserer industriell produzierten Lebensmittel viele Schadstoffe aufnehmen.

Dass:

  • Fleisch zu viel Antibiotika enthält, die Fische und Meeresfrüchte mit allerhand Schwermetallen und Mikroplastik angereichert sind 
  • Obst und Gemüse viele Pestizid-Rückstände enthalten 
  • unsere ausgelaugten Böden zu wenig Mineralien und Spurenelemente enthalten

Wo wenig ist, können die auf diesen Böden wachsenden Pflanzen auch nur wenig aufnehmen und an unseren Körper weitergeben.

Wir sind auf Nahrungsmittel-Exporte /Importe in großem Umfang angewiesen. Unser auf der Weltkarte kleines Deutschland könnte nur etwa 20 Millionen Menschen mit Nahrung versorgen. Wir sind aber über 80 Millionen.

Man erfährt, dass immer mehr Milchbauern und Tierhalter ihren Hof aufgeben müssen, weil es sich nicht mehr rentiert. Das macht uns noch abhängiger vom Import.

Seit Jahrzehnten sehen die Landwirte für die von ihnen erzeugten Produkte immer weniger Geld. Während 1970 noch 19% des Brotpreises an die Erzeuger gingen waren es 2019 nur noch 4%. Bei Milch waren es 57% und sind nun 39%. In den siebziger Jahren kamen noch knapp die Hälfte (ca. 50 %) dessen, was der Käufer im Supermarkt für Fleisch oder Wurst bezahlte, bei den Bauern an, heute sind es nur noch etwa ein Viertel (25%). Laut Erfahrungswerten verdient ein Bauer heute noch 10 bis 20 € pro Schwein.

Die Gründe dafür sind:

  • der Strukturierung des Marktes, in der Handelskette möchten ganz viele mitverdienen, allen voran die Markt-mächtigsten Supermärkte
  • optimierte Betriebsabläufe, die Kosten fallen vor allem für menschliche Arbeit an
  • unzählige Vorschriften, Regulierungen und weltfremde Gesetzen machen den in der Landwirtschaft Beschäftigten das Leben schwer und mindern die Gewinne

Auf diesem Wege kontrollieren heute die 4 größten Lebensmittelmärkte – Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe (Lidl & Kaufland) – zusammen mehr als 85 Prozent des Lebensmittelmarktes in Deutschland.
Diese Aussage beruht auf den Angaben des Bundeskartellamts (Stand 02/2021).

Das gibt ihnen eine enorme Marktmacht und die Möglichkeit, Preise zu drücken. Betriebe, die die vorgegebene Preise nicht akzeptieren, werden im Sortiment nicht gelistet. Außerdem ist es relativ einfach, günstigere Agrarprodukte aus dem Ausland zu importieren.

Lebensmittelimporte nach Deutschland steigen seit Jahren und die deutsche Landwirtschaft fühlt sich davon bedroht. Land schafft Verbindung (LsV) setzt sich deswegen auch für eine Förderung regionaler Produkte und gegen das Handelsabkommen Mercosur ein.

Die Preispolitik des Lebensmitteleinzelhandel (kurz LEH) können nicht viele Betriebe mitmachen. Seit dem Jahr 2001 wurden etwa 38% der Rinderhaltungen, 53% der Hühnerhaltungen und rund 82% der Schweinehaltungen aufgegeben. Trotz dieses Höfesterbens ging der Tierbestand in Deutschland nicht zurück. So stieg etwa die pro Betrieb gehaltene Anzahl an Nutztieren, aber auch der bundesweite Geflügel- und Schweinebestand immer weiter an.

Je mehr Tiere in Massen gehalten werden, desto höher der kurzfristige Gewinn! Wer von uns kann und will für dieses Tierleiden, für den Profit einiger Weniger langfristig die Verantwortung übernehmen?

Die Politiker haben bisher noch keine Lösung gefunden, die zum einen den Bauern ein ausreichendes Einkommen sichert und zum anderen ein naturverbundenes Landwirtschaften ermöglicht.

Laut foodwatch.org (Newsletter vom 23.04.2021) ist das Gegenteil der Fall:

Zitat:

“Mehr als eine Billion Euro an Subventionen sind die letzten 20 Jahre in die europäische Landwirtschaft geflossen – doch nichts ist besser geworden: Die massive Umweltzerstörung, die Qualen der Tiere, die Klimaerwärmung und das Höfe-Sterben halten an.
Aber der Bio-Boom ist doch ein Wandel zum Besseren, wird nicht der Bio-Marktanteil immer größer? Leider ist der Bio-Boom nur ein Märchen.
20 Jahre nach Einführung des Bio-Siegels liegt der Marktanteil von Biolebensmitteln bei 6,4%. Das heißt: Fast 94% der in Deutschland verkauften Lebensmittel werden konventionell erzeugt, bei Fleisch sogar 97%.“

Wir könnten das Tierleid, dass mit der Massentierhaltung verbunden ist beenden!

Die vernünftige Lösung für jeden Einzelnen:

Weniger Fleisch essen. Anfangen mit dem Ziel, nur noch halb soviel Fleisch essen wie bisher. Dieses Fleisch so gut wie möglich aus artgerechter Tierhaltung beziehen.

Die kurzfristige, von der Regierung erzwungene Lösung:

Wir hören auf, Fleisch zu subventionieren. Jeder Landwirt muss seine Tiere artgerecht halten. Es darf nur noch Fleisch aus artgerechter Tierhaltung importiert werden.

Die langfristige Lösung:

Wir schaffen eine Gesellschaft, in der sich möglichst viele Menschen weitestgehend wohlfühlen, weil sie sehr frei und eigenverantwortlich leben können. Diese Menschen fühlen sich natürlich nicht nur für sich verantwortlich, sondern auch für das Leben ihrer Mitgeschöpfe.

Wir bauen eine Weltregierung auf, die dafür sorgt, dass alle Landwirte (Nutztierhalter) weltweit ihre Tiere artgerecht halten müssen, wenn sie deren Fleisch auf dem Weltmarkt verkaufen möchten.

Warum können wir in solch wichtigen Fragen wie unsere Lebensmittelversorgung nicht mitbestimmen? Durch eine großangelegte Diskussion könnten wir uns gegenseitig beim Verstehen helfen und sicher gute Lösungen finden!

Wir wäre es, wenn wir die vielen Ungerechtigkeiten (Tierleiden, Bodenübernutzung, Bauernsterben, …) für den Profit weniger nicht mehr mitmachen.

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Wir organisieren uns selbst im Rahmen entsprechender Netzwerke!

Das Ganze natürlich mit Hilfe des Internets, so dass jeder weitestgehend zeit- und ortsunabhängig an diesen Netzwerken teilnehmen kann.

Ein mögliches Organisationsmodell dafür könnte die Genossenschaft 2.0 sein!

Solidarische Landwirtschaft

Hier arbeiten die Erzeuger von Lebensmitteln mit den Verbrauchern konstruktiv zusammen.

Der landwirtschaftliche Betrieb oder die Gärtnerei produzieren die Lebensmittel direkt für ihre Zielgruppe. Das sind in der Regel Privathaushalte.

Diese zahlen jährlich im Voraus einen bestimmten Betrag an den Lebensmittel-Betrieb. Dieser ist abhängig von den geschätzten Jahreskosten.

Dafür bekommen sie die gesamte Ernte, sowie weiterverarbeitete Erzeugnisse wie z. B. Brot oder Käse, falls diese hergestellt werden.

Der große Vorteil ist, dass sich der Betrieb so unabhängig von äußeren Zwängen mit den eigentlich wichtigen Dingen beschäftigen kann, nämlich, der möglichst naturkonformen Produktion gesunder Lebensmittel. Durch den direkten Kontakt mit den Kunden kann sich der Landwirt bestmöglich auf deren Wünsche einstellen.

Die Kunden bekommen gesunde Lebensmittel und können aktiv zum Naturschutz beitragen.

Dadurch, dass die Kunden das Ganze vorfinanzieren, teilen sich alle am Netzwerk Beteiligten die Verantwortung, für das Risiko, wie etwa Mißernten oder Hitzewellen, für die Grundkosten und für die Ernte allgemein.

Auf diese Weise profitieren alle, die sich an der “Solidarischen Landwirtschaft” beteiligen.

Solche Netzwerke gibt es bereits in allen größeren Städten. Bei Interesse einfach nach “Solidarisch Landwirtschaft Stadtname” googeln.

Eine ähnliche Entwicklung ist übrigens das “urban gardening”. Dabei werden die Brachflächen einer Stadt zum Anbau von Gemüse genutzt. Ferner betreibt man Aquaponing (Zucht von Fischen und Gemüse) in aufgelassenen Fabrikhallen und Parkhäusern.

Insgesamt sind diese Netzwerke eine sehr wünschenswerte Entwicklung. Weg von den wenigen anonymen Großbetrieben, hin zu den vielen und bekannten Kleinbetrieben. Statt überdüngte und ausgelaugte Böden gibt es gesunde, nährstoffreiche Böden. Weg von der Massentierhaltung hin zur artgerechten Tierhaltung.

Das neue Dorf

Autarke Kleinsiedlungen, die alles produzieren, was wir Menschen zum Leben brauchen. Möglichst vor Ort, so dass wir die Lebensmittel nicht weit transportieren müssen.

Der Visionär hinter dem Konzept vom neuen Dorf ist Ralf Otterpohl. Der hat auch ein Buch mit dem treffenden Titel “Das neue Dorf” geschrieben.

Die nachfolgende Buchbeschreibung habe ich von folgender Quelle zitiert:

gemeinschaften.ch, Netzwerk neues Dorf

“Das Neue Dorf ist ein Konzept für eine andere Art von Bauernhof, der aus vielen Minifarmen besteht. Zusätzlich soll es dort viele weitere Kleinbetriebe, Werkstätten, Gemeinschaftsbüros, Kita und Schule, Laden, Café, Heilpraxis, häusliche Altenpflege und vieles mehr geben und jeder soll mehreren Beschäftigungen nachgehen. Das Neue Dorf kann als Genossenschaft organisiert sein und umfasst 150 bis 300 Personen. Wichtig ist, dass die Ansiedlungen in einem günstigen Abstand zu einer Stadt entstehen. Diese kann mit Lebensmitteln und vielen anderen Produkten versorgt werden. Die Grundfläche der Neuen Dörfer sollte für produktive Waldgärten, viele Gartenbaubetriebe und Freilandtierhaltung ausgelegt sein. Ein Neues Dorf auf der Fläche eines mittelgroßen Bauernhofes, besteht etwa aus 100 Minifarmen mit Wohnhäusern auf den jeweiligen Gartengeländen.

Text in Anlehnung an: Das neue Dorf – Vielfalt leben, lokal produzieren, mit Natur und Nachbarn kooperieren, von Ralf Otterpohl, 2017.”

Vielleicht lässt sich ja die Idee vom “Neuen Dorf” mit der später noch beschriebenen Idee der “Freien Privatstädte” kombinieren.

Lebensmittelmärkte im Rahmen von Netzwerken führen – erste Ansätze in Deutschland

Versorgung in Eigenregie

Stirbt der Laden, stirbt der Ort. In Eigenregie organisierte Dorfläden sichern die Grundversorgung und stärken auch den Zusammenhalt.
Harthausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Grasbrunn in Oberbayern und hat rund 950 Einwohner. Nachdem die Besitzerin des letzten Ladens, einerMetzgerei, in Rente gegangen war, gab es in Harthausen keinerlei Einkaufsmöglichkeit mehr.
Das wollten die Harthausener nicht hinnehmen. Sie griffen zur Selbsthilfe und planten einen Dorfladen in Eigenregie. Dafür mieteten sie das gemeindeeigene alte Feuerwehrhaus an und bauten es zu einem Laden um. 2.000 ehrenamtliche Helferstunden kamen zusammen. Das Startkapital wurde über eine haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft zusammengebracht. 180 Anwohner kauften Anteilsscheine zum Stückwert von 200 Euro – eine Investition, die auf Lebensqualität zielt und nicht auf Gewinn.

Produkte aus der Region

Seitdem gibt es in Harthausen auf 80 Quadratmetern alles, was man zum täglichen Leben braucht – und das in hervorragender Qualität, größtenteils von regionalen Erzeugern. „Der Ort hat an Attraktivität und Lebensqualität gewonnen“, sagt Geschäftsführerin Johanna Mayer stolz, die gerade zehn-jähriges Jubiläum feiern konnte. Hier wird beim Einkaufen geklönt, man tauscht die neuesten Nachrichten aus, hier treffen sich die Generationen. Vier Arbeitsplätze wurden geschaffen, darunter eine Vollzeitstelle. Hätten die Harthausener nicht zur Selbsthilfe gegriffen, wären sie wie viele Millionen Deutsche in die Unterversorgung gerutscht. Nahversorger in dünn besiedelten Gegenden sind selten geworden.

Quelle: netzwerk-nachbarschaft.net, https://www.netzwerk-nachbarschaft.net/component/content/article/1122/

Lebensmittelmärkte im Rahmen von Netzwerken (Genossenschaften) führen – ein Beispiel aus Katalonien (Spanien)

Faire Bezahlung, kurze Lieferwege und Verteilstationen: Was „La Zona“ von großen Online-Händlern unterscheiden soll

Durch den Zusammenschluss mehrerer Genossenschaftsbetriebe sollen die Bestellungen gemeinsam abgewickelt und die Lieferwege verkürzt werden. Bei der Lieferung arbeitet das Projekt zusammen mit dem Transportunternehmen „Koiki“. Die Mitarbeiter*innen von Koiki arbeiten mit Verteilstationen, um CO2 einzusparen; die aktuell insgesamt 50 „Micro-Hubs“ sind in 17 der 50 spanischen Provinzen verteilt. Von dort aus werden die Pakete jeweils zu Fuß, Fahrrad oder Roller ausgeliefert.

Die Zusteller*innen bekommen einen festen Lohn und werden nicht, wie üblich in der Branche, pro zugestelltem Paket bezahlt. Der Lohn entspricht damit dem spanischen Mindesteinkommen von derzeit 1.050 Euro monatlich.

José Alonso, ein Mitglied der Genossenschaft Opcions, sagte gegenüber der taz, dass es in der Region etwa 200 bis 300 Genossenschaften gibt, die „im weitesten Sinne als solidarisch und nachhaltig gelten.“ An diese richtet sich das Projekt zuerst. Insgesamt gebe es in der Region aber rund 4.000 Genossenschaftsbetriebe. Auch diese könnten langfristig in das Projekt eingebunden werden, wenn sie das wollen. Voraussetzung sei jedoch, so Ariet Porta, dass sich die beteiligten Unternehmen an Richtlinien bezüglich Nachhaltigkeit, guten Arbeitsbedingungen, sowie einem demokratischem Finanzmanagement und einer feministischen Grundeinstellung halten. Können sie diese Anforderungen nicht von Anfang an erfüllen, würden sie aber auf dem Weg dorthin Unterstützung bekommen.
La Zona wird auf Katalonien beschränkt sein. Denn Nähe zwischen Anbietern und Verbrauchern sei wichtig, um Nachhaltigkeit zu erreichen.
Quelle: Nachhaltige Alternative zu US-Konzern: Amazon auf Katalanisch – taz.de, https://taz.de/Nachhaltige-Alternative-zu-US-Konzern/!5745092/

Einige wichtige politische Ziele in der Arbeitswelt

  • Verringerung der Hilfebedürftigkeit (ein eigenen Einkommen steht dabei im Mittelpunkt)
  • Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit (=die rasche Vermittlung in Arbeit)
  • Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug (= weniger Langzeitarbeitslose)

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Hier kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass wir uns immer mehr von einer Gesellschaft entfernen, wo möglichst viele Menschen ihr eigenes Einkommen aufbauen können. Ja, dass es immer schwieriger wird, wirklich selbstbestimmt zu leben. Wohlgemerkt, das wäre das Naturrecht eines jeden Menschen!

Viele weitere Details über meine diesbezüglichen Erfahrungen beschreibe ich in meinem Buch “Meine Erfahrungen als nicht systemkonformer Unternehmer”.

Das Buch ist über meinen eBook-Shop verfügbar.

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weitere Details zum Buch …

Ich behaupte sogar, dass der großen Masse der Leute bei uns im Land jede Möglichkeit verwehrt ist, außerhalb eines abhängigen Beschäftigungsverhältnisses ein ausreichend hohes eigenes Einkommen aufzubauen.

Bei den wenigen Möglichkeiten, die es im herrschenden System gibt, schalten sich sofort die staatlichen Blockwarte und Profitmacher in die Handelskette, um ordentlich mitzuverdienen.

Ein praktisches Beispiel dafür sind die Glühweinwirte, Bratwurstbudenbetreiber, Kunsthandwerker und Händler auf den Weihnachtsmärkten. Die Gewinner bei dem Milliardengeschäft der rund 2500 Weihnachtsmärkte in Deutschland sind die Städte und Gemeinden, die eine Standmiete berechnen. So nahm die Stadt Köln beispielsweise 2016 mit ihren vier großen Weihnachtsmärkten knapp 266.000 Euro ein (Quelle: Kölner Stadtanzeiger). Ebenfalls zu den Gewinnern zählen die Standbesitzer, meist sind es Schaustellervereine, Verbände und weitere Organisationen.

Die Verlierer sind Hunderttausende Mitarbeiter hinter den Ständen. Die bei Arbeitszeiten von bis zu 13 Stunden am Tag und das teilweise sieben Tage die Woche Dumpinglöhne erhalten, die bis runter auf 1,30 Euro die Stunde gehen. Dabei sind sie der Kälte und der Nässe ausgesetzt und müssen die überwiegende Zeit stehen.

Ein weitere Möglichkeit, um sich eine eigene Existenz aufzubauen, ist es, online Bildung anzubieten. Das kann beliebiges Wissen sein, das jemand hat und gerne an andere weitergibt. Aber Vorsicht: Bei uns in Deutschland sind alle Lehrgänge zulassungspflichtig, bei denen es sich um Fernunterricht im Sinne des Fernunterrichtschutzgesetzes handelt. Ausschlaggebend sind dabei nicht die eingesetzten Medien, sondern ob die vom Gesetz definierten Kriterien für Fernunterricht erfüllt sind.

Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten dürfen also Lehrgänge nur dann (online) betreut werden, wenn die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht ihr “OK” dazu gibt. Dafür muss eine entsprechende Grundgebühr (mind. 950 Euro) bezahlt werden. Hier in Deutschland lässt man also nicht den Kunden entscheiden, sondern eine anonyme staatliche Institution trifft das Urteil anstelle des Kunden und lässt sich für diese unfreiwillige Prüfung mit mind. 950 Euro fürstlich belohnen. Das ist freie Marktwirtschaft in Deutschland, die hinter dem Deckmantel der Qualitätssicherung darauf abzielt, die etablierten Unternehmen zu schützen. In Zeiten des Internets kann jeder einen kostenlosen Testzugang anbieten und der interessierte Kunde kann sich ein eigenes Urteil bilden.

Wer selbstgemachte Leckereien wie Kuchen, Marmelade, Gebäck, Brot, Dips, Grillsaucen oder Säfte verkaufen will, sollte bei uns in Deutschland aufpassen. Wer das nicht nur gelegentlich bei Schul- oder Kirchenfesten, sondern regelmäßig etwa auf Straßenfesten, Flohmärkten oder Festivals tut, braucht dafür eine Gewerbeanmeldung und ein Gesundheitszeugnis. Außerdem muss er sich bei der Lebensmittelüberwachung registrieren lassen und einen ganzen Katalog von Hygiene- und Kennzeichnungsvorschriften einhalten. Das wird auch regelmäßig durch Beamte geprüft. Bei Nichteinhaltung der Auflagen und Vorschriften werden teils hohe Bußgelder fällig.
Natürlich verdienen die Städte und Gemeinden auch bei den Straßenfesten, Festivals und Flohmärkten an den Standgebühren mit und schmälern so den meist geringen Gewinn der kleinen Lebensmittel-Anbieter.
dass es bei uns sehr schwer ist, ein zum Lebensunterhalt ausreichendes Einkommen aufzubauen, ist auch statistisch belegt.

Weniger als 50 % aller Selbstständigen können von ihrer Arbeit leben.

Danach schaffen es etwa 5 bis 10 % ein langfristig gesundes Unternehmen aufzubauen.

In die Schlagzeilen kommen nur diese Gewinner. Die vielen, die scheitern, werden gar nicht beachtet. Sie bleiben unsichtbar, während die anderen überall herumgereicht werden. Es erscheint dann so, als ob es viele Gewinner gäbe. Die große Masse glaubt dann, die vielen, die scheitern, sind selbst schuld und machen einfach irgend etwas falsch. Sind unfähig etwas Eigenes zu unternehmen. Das stimmt aber so gar nicht!

Warum scheitern so viele daran, ihr eigenes Ding zu machen?

Das liegt zum einen an unserem Bildungssystem.

In unseren staatlichen Schulen werden immer noch Angestellte ausgebildet und keine (Lebens)Unternehmer.

Die späteren Bürger sollen ja die Ziele der Regierung, der Konzerne, der Industrie- und Handwerksbetriebe, der NGO’s und der Banken verfolgen und nicht ihre eigenen!

Die Schüler lernen deshalb, das zu tun, was die Lehrkraft vorgibt. Wer in diesen staatlichen Schulen das tut, was ihm gerade Spaß macht, seinem eigenen Sinn folgt, bekommt eine Strafarbeit. Macht der Schüler es häufig, bekommt er eine Mitteilung oder wenn das immer noch nicht wirkt, einen Verweis.

Wer also aus sich selbst heraus handelt, wird bestraft. Immer und immer wieder, bis es dann mit etwa 15 Jahren tief sitzt und der einst unternehmungslustige, einzigartige und kreative Geist das tut, was man tut!

Wie sollen unter diesen Bedingungen zahlreiche kreative Netzwerkprojekte realisiert werden? Wie sollen da die wertvollen Sozialunternehmen entstehen, die vielen Menschen eine sinnvolle Aufgabe geben?

Zum anderen liegt es an unserer Gesellschaft, die sehr stark von oben herab mit Hilfe der Systemmedien gelenkt wird.

Die Systemmedien geben der großen Masse vor, was angesagt ist. Beispielsweise, gutes Geld verdienen in den Konzernen und mittelständischen Unternehmen, statt sich als Selbstständiger abzurackern. Die Unternehmer machen satte Profite auf Kosten ihrer Mitarbeiter. Auch wird immer wieder betont, wie gefährlich es doch ist, bei kleinen Anbietern zu kaufen. So wundert es nicht, dass die große Masse vor allem bei Amazon, im Apple-Store oder bei Zalando einkauft und die kleinen auf der Strecke bleiben.

Unsere Regierung mit ihrer Regelungswut und Bevormundung tut ihr übriges und legt uns Unternehmern zahlreiche Hürden in den Weg.

Beispielsweise durch viele unnötige Gesetze und Verwaltungsauflagen, die potentielle Existenzgründer abschrecken oder uns später, wenn das Unternehmen läuft, von der eigentlichen Arbeit ablenken. Der Aufwand, den die datenschutzrechtlichen Bestimmungen oder die Dokumentationspflichten (z. B. Im Hinblick auf den Mindestlohn) mit sich bringen – Diese eigentlich unnötige Arbeit kostet viel Lebensfreude.

Was auch sehr auffällt: Wer ein Unternehmen gründet, merkt schnell, wie wenig Unterstützung er beim Aufbau bekommt. Wenn er aber dann von seinem echten Willen und Glauben getrieben den Gipfel erklommen hat, dann kommt der Staat und andere Profitgeier und möchten üppig mitverdienen.

Sei es durch Steuern oder die unterschiedlichsten Formularerfindungen. Anders als Reiche und große Firmen haben wir Klein-Unternehmer und Selbstständige keine Steuerschlupflöcher, die wir mit Spezial-Anwälten ausschöpfen können.

Wie war das mit den Zielen der Regierung?
Sie investieren Milliarden unserer Steuergelder und belohnen sich mit hohen Diäten bzw. Gehältern dafür, dass sie eine Umgebung für uns schaffen, wo möglichst wenig Menschen hilfsbedürftig bzw. vom Staat abhängig sind.

Ein Widerspruch in sich. Die Minister und Beamten, die das schaffen, würden ja ihre eigenen Einkommen gefährden.

Da also die Lösung für dieses Problem nicht von denen kommen kann, die Teil des Problems sind, muss sie vom Volk kommen.

loesung

Habt also den Mut und macht euch auf euren ganz eigenen Weg.

Folgt eurem Herzen, wenn es irgendwie zeitlich und finanziell möglich ist!

Was dabei entstehen kann, will ich euch nun an meinem eigenen Beispiel zeigen.

Ob als Software-Ingenieur in der Automobil-Industrie, in unseren Schulen oder als Zimmererlehrling und – geselle, überall konnte ich hautnah miterleben, was es bedeutet, wenn man fremdbestimmt wird. Was es bedeutet, tagtäglich einen Stundenplan auszuführen, den andere vorgeben.

Welche massiven Auswirkungen der damit verbundene negative Streß, die Dauerbelastung und der innere Kampf mit mir selbst auf mein Leben hatte.

Ich überlegte mir einen für mich praktikablen Ausweg. Nach und nach erkannte ich, wie schwierig es war, aus diesem unsichtbaren Gefängnis auszubrechen und meinem ganz eigenen Sinn zu folgen. Es lag vor allem an den vielfältigen Geld- und Gruppenzwängen, die es in unserem herrschenden System sehr schwer machen, außerhalb von abhängigen Beschäftigungsverhältnissen ein ausreichendes, eigenes Einkommen aufzubauen.

Ich erkannte in zahlreichen Gesprächen, dass viele Menschen Ähnliches erfahren hatten. So wurde es zu meiner Herzensangelegenheit, daran etwas zu ändern. Ich machte mich also auf den Weg, und folgte meinem ganz eigenen Sinn und fand so meine Lebensaufgabe.

Eine ganzheitliche Lösung für eine neue Gesellschaft entwickeln, in der jeder weitestgehend selbstbestimmt und eigenverantwortlich leben kann.

Wo jeder so sein darf, wie er wirklich ist. Also seinem ureigenen Sinn folgen kann und so im besten Falle seine Lebensaufgabe findet.

Eine Gesellschaft, die wir aktiv und in unserem Sinne mitbestimmen und so optimal gestalten können. Wo Demokratie nicht nur ein Begriff ist, sondern tagtäglich von sehr vielen klugen Menschen gelebt wird. In der Familie, bei den politischen Entscheidungen, bei der Arbeit, in der Schule und selbst im Kindergarten.

Eine Lebensumgebung, in der wir keine Angst haben müssen. Etwa, dass wir unsere Rechnungen (für die Miete, Wasser, Strom, usw.) nicht mehr bezahlen können, wenn wir keine Arbeit haben. Oder Angst davor, was die anderen über uns sagen, wenn wir von Hartz4 leben müssen. Wo wir nicht so vieles schönreden müssen, damit es irgendwie weitergeht, sondern echte Freude am Leben haben.

Ein weiterer wichtiger Teil meiner Aufgabe ist es, jedem, der sich dafür interessiert, Wege zu zeigen, auf denen er selbst dazu beitragen kann, dass die neue Gesellschaft Wirklichkeit wird.

Dazu biete ich entsprechende Challenges und Coachingdienste an.

Weitere Infos dazu gibt es auf meiner Homepage unter “martinglogger.de”.

Außerdem biete ich zwei Netzwerk-Projekte an.

Das ist zum einen die “Lebensunternehmer-Akademie”.

Die Zielgruppe für diese Akademie sind Menschen, die die Möglichkeiten der neuen, digitalen Welt optimal für sich nutzen möchten.

Die wissen möchten, wie sie auf ihre ganz eigene Weise zum Aufbau der neuen digitalen Welt beitragen möchten.

Dazu bieten wir entsprechende Workshops, Bücher, Videokurse und viele kostenlose Infos zu folgenden Themen an:

  • Herzenswünsche erkunden und realisieren
  • in Netzwerken lernen
  • das Internet hilfreich nutzen
  • unsere Gesellschaft neu gestalten

Wir helfen unseren Kunden dabei, die für sie wichtigen Erfahrungen in den genannten Themengebieten zu sammeln.

Das machen wir mit entsprechenden Challenges, Coaching-Diensten, Workshops, Videokursen und Bücher.

zur Akademie:
lifeentrepreneur.academy

Zum anderen gibt es noch die “Lebensunternehmer-Ideenwerkstatt”.

In dieser Online-Lerncommunity geht es um die langfristigen Ziele für unsere Gesellschaft. Es geht um ganzheitliche Lösungen und Konzepte, mit denen wir uns als Gesellschaft bestmöglich weiterentwickeln können.

Uns interessieren dabei ganz besonders die Antworten auf folgende Fragen:

Wo könnten wir als Gesellschaft in 10 Jahren stehen?

  • Was müssen wir jetzt tun, damit wir in 10 Jahren da ankommen?
  • Welche Schritte müssen wir einleiten und welche Strategien führen uns zum Ziel?

Falls euch die Antworten auf diese Fragen auch interessieren, macht doch mit!

Entwickelt Ideen, Konzepte und Lösungen. Erstellt Blogartikel, Frage-Antwort-Artikel, Videos, Podcasts oder Infografiken. Startet Projekte. Startet Initiativen oder veranstaltet Events.

zur Startseite der Ideenwerkstatt:
lebensunternehmer.org

Wie viele andere Netzwerkprojekte und Sozialunternehmen können auch diese beiden nur ihre Wirkung entfalten, wenn sie Unterstützung finden.

Wer also von euch Lust und Zeit hat, kann sich gerne an einem der beiden Netzwerkprojekte aktiv beteiligen. Wir brauchen immer mutige und tatkräftige Mitmacher.

Natürlich können wir auch finanzielle Unterstützung brauchen. Wer also möchte, kann uns auch als passiver Leser mit einem kleinen Mitgliedsbeitrag helfen oder einfach eine Kleinigkeit spenden.

Einige wichtige politische Ziele in der Energiewirtschaft

  • Schneller Atomausstieg
  • Klima schützen – erneuerbare Energien stärken
  • Neue Energiespeicher: Stromangebot und -nachfrage in Einklang bringen
  • Netzausbau: Versorgungssicherheit schaffen
  • Moderne konventionelle Kraftwerke: die neue Brückentechnologie

Wurden die Ziele deiner Meinung nach erreicht, auf einer Skala von 1 (gar nicht) bis 10 (vollständig)?

Googelt man nach entsprechenden Stichwörtern, erscheinen in der Trefferliste vielfältige Artikel, in denen man die Realität erfährt.

Beispielsweise, dass das Ziel, den gesamten Bruttostrombedarf in Deutschland bis 2050 mit umweltfreundlichen Energien zu decken, kein utopisches Ziel ist. Die Regierung stützt sich dabei auf die vergangenen Erfolge. Etwa, dass wir es bis 2020, in nicht einmal 25 Jahren geschafft haben, den Anteil erneuerbarer Energien auf annähernd 50 Prozent zu steigern. Außerdem hat man durch konsequente Energieeffizienztechnologien weltweit einmalige Einsparpotenziale mobilisiert.

Allerdings ist es bis zu dem langfristigen Ziel 2050 noch ein weiter Weg

So mussten durch den konsequenten Verzicht auf Atomstrom neue Kohlekraftwerke als „Energiebrücke“ gebaut werden, bis erneuerbare Energien ausreichend vorhanden sind. Das hat zur Folge, dass Deutschland derzeit der größte CO2-Verursacher Europas ist.

Auch kostet die Energiewende enorm viel Geld.

Laut Prof. Dr. Helmut Alt etwa 25 Milliarden Euro jährlich. Das sind mehr als 300 Euro pro Jahr und Einwohner. So kostet die Kilowattstunde bei uns in Deutschland rund 30 Cent (Stand: 12/2020). Darin enthalten sind rund 15 Cent für Steuern und Abgaben.

Unser Strom ist im Vergleich mit anderen europäischen Ländern überdurchschnittlich teuer.

Den hohen Strompreis bezahlt die Seniorin mit Grundrente genauso wie der gutverdienende Minister. Ist das gerecht?

Viele Haushalte werden in den nächsten Jahren noch weniger Einkommen zur Verfügung haben. Wie sollen diese mit den steigenden Strompreisen klarkommen?

Ich frage mich: Warum gibt es keine Strom-Kontingente? Der Strompreis zur Deckung des Grundbedarfs ist angemessen niedrig. Wer über den Grundbedarf (z. B. 2000 kWh/Jahr) hinaus verbraucht, zahlt den vierfachen Strompreis. So wird das Stromsparen gefördert. Wir können nichts besseres für die Umwelt und das Klima tun, als möglichst wenig Strom zu verbrauchen, denn dieser muss mit hohem Aufwand und mit hohen Energieverlusten erzeugt werden. Im Falle der Solarenergie werden z. B. nur ca. 15 % der Sonnenenergie in Strom umgewandelt.

Wer das Strom-Kontingent für sich ausweiten möchte, kann ja selbst Strom erzeugen.

Laut unseren Politikern sollen mittelfristig die Energiepreise wieder fallen und Kohlekraftwerke in 20 Jahren (Stand: 2020) der Vergangenheit angehören. Wer weiß schon so genau, was in 20 Jahren ist?

Sicher ist eines: Die Frage, ob wir uns in Zukunft von Stromimporten abhängig machen möchten, sollte unbedingt im Rahmen eines Volksentscheids geklärt werden.

Hier muss gemeinsam um das Gemeinwohl gerungen werden, statt über unsere Köpfe hinweg zu entscheiden.

Haben wir wirklich ausreichend Wasserkraft, Sonne und Wind, so dass wir unsere preiswerteren, stabilen und leistungsfähigen Kraftwerke abschalten können?

Laut Prof. Dr. Helmut Alt ist es beispielsweise so, dass die Norweger über die Niederlande tagsüber teuren Strom liefern; nachts hingegen beziehen sie dann billigen deutschen Braunkohlestrom, mit dem sie ihr Land mit Strom versorgen und gleichzeitig die Wasserspeicher wieder auffüllen.

Wo ist hier die Win-Win-Situation?

Was wird aus den Industriebetrieben, die viel Strom verbrauchen und die ja auch zu einem großen Teil unseren materiellen Wohlstand sichern?
Ein weiteres großes Problem der aktuellen Energiewende ist die Stabilität des Stromnetzes. Früher, wo wenige große Kraftwerke im Verbund den gut kalkulierbaren Strom für ganz Europa geliefert haben, war das kein Problem. Die unzähligen privaten und gewerblichen Kleinkraftwerke, die den Strom aus Sonne und Wind ins Netz einspeisen, haben wegen ihrer Abhängigkeit von der Natur extreme Rückwirkungen auf das Netz. Das ganze Stromnetz muss dafür entsprechend umgebaut werden.

Bis zum vollständigen Um- und Ausbau des Stromnetzes muss entsprechend getrickst werden.

Etwa indem das Netz durch Lastabwürfe stabilisiert wird, die von den Energiezulieferern durchgeführt werden. Dabei werden energieintensive Verbraucher abgeschaltet, beispielsweise Zementmühlen oder große Kühlhäuser. Wesentlich unangenehmer wäre es, wenn ganze Dörfer oder Kleinstädte abgeschaltet werden müssten, wo Tausende von Bewohnern betroffen wären.

Laut Prof. Dr. Helmut Alt entstanden am Muttertag 2016 rund 92 Millionen Euro an Kosten für die Erhaltung der Netzstabilität durch ans Ausland teuer verschenkten Überschussstrom. Diese teuren Überschuss-Stromlieferungen kämen aber wesentlich aus erneuerbaren Energien. Die Erfahrung zeige auch, dass Windstille auch die Nachbarländer beträfe. Liefere die BRD an windreichen Tagen Strom ins Ausland, würden die Betreiber der Anlagen zwar etwa 16 Cent pro kWh erhalten, aber nur Erträge von etwa 5 Cent/kWh bis hin zu negativen Werten erzielen.

Aber nicht nur die Stabilisierung des Netzes ist mit hohen Investitionen verbunden. Für die Energiewende braucht es eine doppelte Infrastruktur. Parallel zu den alten Kraftwerken muss die neue Stromtrasse mit gleicher Leistung errichtet werden. Die alte Infrastruktur kommt immer dann zum Einsatz, wenn eine Dunkelflaute herrscht, sprich kein Solarstrom fließt.

So ein stabiles Strom-Netzwerk ist auch deswegen so bedeutsam, weil unsere Regierung auf das Elektro-Auto setzt. Übrigens auch viele andere Regierungen weltweit. Die Norweger haben sich sogar schon festgelegt und wollen bis zum Jahr 2025 den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren – Pkw sowie leichte Nutzfahrzeuge auf Null herunterfahren.

Bei uns bekommt jeder, der sich für ein Elektro-Auto entscheidet, Unterstützung beim Kauf des Fahrzeugs und steuerliche Entlastung. So sind E-Autos z.B. für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit.

Ich frage mich, warum dann immer noch so viele kostspielige Lärmschutzwände neben den Autobahnen aufgebaut werden. Diese brauchen wir ja dann langfristig gar nicht, weil das Elektro-Auto sehr leise ist. Genauso wenig brauchen wir dann die vielen neuen Autobahnen, wenn sich das Home-Office, gute Car-Sharing-Konzepte und der selbstfahrende LKW immer mehr durchsetzen.

Das ist übrigens ein Text aus meinem  Buch “Die befreite Marktwirtschaft”.

Hier gibt es weitere Details zu diesem Buch …

Das Buch: Die befreite Marktwirtschaft

 

 

 

 

 

 

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