wir sind auch verantwortlich fuer das was wir nicht tun

Wie Zwänge und Verbote (Kinder-)Seelen verletzen

… und was wir dagegen tun können.

Warum schreibe ich diesen Artikel?
Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, daß diese Seelenverletzungen mehr Menschen bewußt werden und so weniger Seelen verletzt werden!
Ich habe mich mal eine Zeit lang intensiv mit dem Thema Seelenverletzungen bei Kindern beschäftigt und aufgeschrieben, was mir dazu einfällt und was es dazu im Internet an Infos gibt.

Meiner Einschätzung nach ist die größte Seelenverletzung, die ein Kind erfahren kann, wenn wir Eltern es nicht so annehmen, wie es eben ist. Wenn wir Eltern unsere Kinder nicht bedingungslos lieben können.

Diese Seelenverletzungen passieren aber auch, wenn Kinder ständig dazu gezwungen werden, gegen ihren eigenen Willen zu handeln!
Im alltäglichen Leben passiert das beispielsweise dann, wenn Eltern ihre(n) Kinder:

  • wegen nicht zwingender Gründe immer wieder während dem Spielen und Entdecken unterbrechen
  • ständig dazu zwingen mit anderen zu spielen, obwohl es alleine spielen möchte – ihr Kind als krank verurteilen, nur weil es kein Gruppenmensch ist
  • nicht ihrem Willen gemäß spielen und entdecken lassen, sondern genau vorgeben, was sie jetzt spielen dürfen oder zu entdecken haben
  • ständig dazu zwingen, die eigenen unerfüllten Kindheitsträume zu realisieren (etwa ein Fußballstar oder berühmter Sänger zu werden)
  • nur drinnen spielen lassen, obwohl sie so gerne draußen spielen
  • immer wieder abweisen, wenn sie ihre für sie so wichtigen Fragen stellen
  • ständig das Reden verbieten
  • eigentlich unnötige gesellschaftliche Moralvorstellungen aufzwingen und diese gebetsmühlenartig wiederholen und so als Glaubenssätze im Kopf verankern
  • dazu zwingen das aufzuessen, was sie ungefragt in die Teller getan haben

Vergleicht bitte mal die eben genannten Beispiele, mit dem was später in der Schule auf die Kinder zukommt.

Beispiele:

wegen nicht zwingender Gründe immer wieder während dem Spielen und Entdecken unterbrechen …
der Schul- Unterricht im 45-Minuten-Takt sorgt genau für diese Unterbrechungen
ständig das Reden verbieten
wer im Unterricht mit seinem Nachbarn spricht oder einfach mal unaufgefordert sein Wissen zur Diskussion stellt, erhält nicht selten eine Strafarbeit dafür
(unser 9 jähriger Sohn, der sehr viel spricht, bekommt ständig Strafarbeiten in der Schule)

nicht ihrem Willen gemäß spielen und entdecken lassen, sondern genau vorgeben, was sie jetzt spielen dürfen oder zu entdecken haben …
tatsächlich wird in der Schule strikt nach Lehrplan unterrichtet, ohne darauf zu achten, was die Kinder gerade möchten
usw.
Nach der Schule, also im Berufsleben geht das mit den Seelenverletzungen munter weiter!
Wer nicht, wie viele seiner „gut erzogenen“ Mitmenschen funktioniert und deshalb seinen ganz eigenen Weg geht, kann ein Lied davon singen.
Wer seinen ganz eigenen Weg geht, entwickelt ganz eigene Denkweisen, Vorstellungen und Ideen. Viele unserer Mitmenschen kommen damit nicht klar, weil sie die für sie ungewöhnlichen Gedanken und Sichtweisen nicht verstehen.

Da gegenseitiges Verstehen mit einem großen Zeit- und Denkaufwand verbunden ist, wählen viele dann den einfachen Weg!

Sie ignorieren die Eigensinnigen und sorgen für ihren schlechten Ruf bei den anderen. Sie ziehen über den Andersdenkenden her. Im Grunde dient das der Gewissensberuhigung, denn wenn viele einen anderen nicht mögen, dann kann er kein guter Mensch sein!
Wieder andere machen diejenigen, die ihrem Herzen folgen lächerlich, weil das was man lächerlich macht, muß man nicht mehr ernst nehmen.
Gelingt das nicht, so werden die Eigensinnigen sogar bekämpft, nicht selten mit Lügen, Gerüchten und Angriffen aller Art.
Warum werden wir durch die Gesellschaft dazu gezwungen, Dinge zu tun, die wir eigentlich nicht wollen?

Warum müssen wir funktionieren? Warum dürfen wir nicht so sein, wie wir wirklich sind, wo es doch nichts Schöneres gibt, als mit sich im Einklang zu leben?

oder wie es Joachim Bauer, Neurowissenschaftler, Facharzt (Internist, Psychiater) und Psychotherapeut formuliert:

Selbst sein zu dürfen, und dies ohne eine Störung der Harmonie mit nahestehenden Menschen, bedeutet für den Menschen das höchste Glück

Noch müssen sich viele, die ihren ganz eigenen Weg gehen, mit den anderen, die gut funktionieren, auf unangenehme Weise auseinander setzen.
Sie werden ignoriert, lächerlich gemacht oder gar offen bekämpft.
Das ist unfair, weil jeder der seinem eigenen Sinn folgt und so seine Schöpferkraft frei entfalten kann, für sich und auch für das Gemeinwohl, das Beste tut.

Warum soll er dafür bestraft werden?

Sorgen wir durch eine neue Art der Bildung, sowohl zuhause im Elternhaus, als auch in der Schule, dafür, daß wir alle ungestört unseren ganz eigenen Weg gehen können.

Jeder soll sich weitestgehend frei von Geld- und Gruppenzwängen zu dem Menschen entwickeln dürfen, der er wirklich ist!
wir sind auch verantwortlich fuer das was wir nicht tun
Ich habe mal meinen Sohn gefragt, wie eine Schule sein sollte, wo er sich wohlfühlen würde. Wo er sich frei entfalten kann.
Das waren seine Wünsche:

  • ein spannender Unterricht, wo ich was tun kann, ich kann nämlich schon gut lesen und sehr gut rechnen, so daß mich der Unterricht häufig langweilt
  • daß ich auch während des Unterrichts auf das Klo gehen darf, nicht nur in den Pausen – wenn ich nicht auf’s Klo gehen darf, dann drückt die Blase und ich werde unruhig, dann kann ich nicht mehr so sorgfältig arbeiten und die Lehrerin schimpft mit mir
  • mehr spielen (z. B. Fußball)
  • nicht so viel Hausaufgaben
  • nicht soviel ruhig hinsitzen – ich muss mich dazu wahnsinnig anstrengen, oft kann ich es einfach nicht mehr
  • daß einige meiner Schulkameraden von ihren Eltern die Erlaubnis bekommen, auf meinem Weg (läuft parallel zum üblichen Weg) nach Hause zu gehen
  • keine festen Unterrichtszeiten
  • nicht vor die Tür gestellt werden oder in eine andere Klasse gesteckt werden, wenn ich unruhig bin
  • mehr und längere Pausen, vor allem aber keine gekürzten Pausen, als Strafe dafür, weil die Klasse nicht schnell genug ihre Lernaufgaben erfüllt

Er wünscht sich offensichtlich eine Schule mit möglichst wenig Zwängen und Verboten 🙂

in diesem Sinne
Seid achtsam und helft aktiv mit Seelenverletzungen aller Art zu vermeiden.

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