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Vor- und Nachteile der Kommunikationsdienste

Workshop - Ihr individueller Computerarbeitsplatz

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Hier werden zunächst die Vorteile und Nachteile der Kommunikationsdienste des Internets gegenüber traditionellen Kommunikationsmitteln (direktes Gespräch, Telefon, Briefaustausch) dargelegt. Die Vor- und Nachteile sind durch ihre Reihenfolge gewichtet, das heißt, die Punkte mit hohem Gewicht werden zuerst aufgeführt, die Punkte mit geringem Gewicht folgen weiter unten. Danach werden die Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen und ein Fazit gezogen. Der abschließende Satz nimmt Bezug auf den Vorteil mit dem größten Gewicht.

Diskussion

Vorteile (Mehrwerte)

  • Durch die große Zahl der Internet-Teilnehmer und die dadurch vorhandene Vielfalt der individuellen Interessen, gibt es zu fast jedem Themengebiet einen entsprechenden Kommunikationsdienst, in dem sich Menschen mit gleichen Zielen, Interessen und Neigungen untereinander austauschen können
    Mittlerweile existieren zigtausend Foren und Listen; die Freunde von Bonsai-Bäumen besitzen ebenso ein eigenes Forum wie Java-Programmierer. Damit ist es möglich, daß auch für Menschen mit außergewöhnlichen Interessensgebieten ein Zugang zu Gleichgesinnten geschaffen wird; ob sie diese in ihrer näheren Umgebung jemals finden würden, ist sehr zweifelhaft.
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  • Durch das Stellen einer Frage in einem Forum oder in einer Liste kann ein sehr großer Leserkreis erreicht werden
    Die gestellte Frage kann so, je nach Teilnehmerzahl, von einer großen Menge von Menschen gelesen werden, die vielleicht eine Antwort auf die gestellte Frage wissen oder mit einem ähnlichen Problem bereits zu tun hatten.
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  • Menschen können relativ unabhängig von räumlichen (von zuhause aus oder im brasilianischen Internet-Cafe) und zeitlichen (sofort oder zeitversetzt um einige Tage) Grenzen, Informationen, Meinungen und Erfahrungen über das jeweilige Themengebiet austauschen
    Der Austausch von Informationen, Meinungen und Erfahrungen über ein bestimmtes Themengebiet auf herkömmliche Weise ist an bestimmte zeitliche und geographische Grenzen gebunden. So kann beispielsweise ein direktes Gespräch von Angesicht zu Angesicht zwischen zwei Personen nur stattfinden, wenn diese zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind. Durch die Bereitstellung moderner Informations- und Kommunikationstechniken, wird die Möglichkeit eröffnet, sich weitestgehend unabhängig von räumlichen und zeitlichen Grenzen zu informieren und miteinander zu kommunizieren.
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  • Die gesamte Kommunikation kann archiviert und bestimmte Informationen über lange Zeit hinweg, mit entsprechenden Suchfunktionen, leicht wieder gefunden werden
    In den Beitrags-Archiven der Foren und Listen kann mit den entsprechenden Suchfunktionen (Volltextsuche) gezielt nach Beiträgen gesucht werden, in denen andere Internetanwender bereits die gleichen oder zumindest ähnliche Fragen oder Probleme diskutiert haben. Die archivierten Nachrichten helfen damit nicht nur einer Person, sondern jedem der die sich die selbe Frage stellt und die betreffenden Antworten im Archiv des Diskussionsforums/der Diskussionsliste sucht und findet. Ist dies nicht der Fall, so besteht immer noch die Möglichkeit, die betreffende Frage über einen geeigneten Kommunikationsdienst zu stellen und auf eine Antwort zu warten.Die Informationen, die in einem direkten Gespräch oder per Telefon ausgetauscht werden, sind nicht archivierbar. Oft bleibt nur ein Bruchteil der gewonnenen Information tatsächlich übrig, und ein mehrmaliges Nachfragen wird häufig als unhöflich gewertet.
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  • Durch das Internet können Menschen (die, die gleiche Sprache, beispielsweise Englisch sprechen) aus aller Welt kostengünstig von zuhause aus miteinander in Kontakt treten
    So ist es beispielsweise möglich, aus nächster Nähe, etwas über das Leben und die Gesellschaft von Menschen aus den entferntesten Ländern zu erfahren.
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  • Durch den Informationsaustausch über das Internet, werden die üblichen Hierarchien, die sich innerhalb einer Gruppe bilden und die Kommunikationswege bestimmen, aufgehoben
    Die Antwort auf eine Frage wird in den Foren und Listen nach deren Inhalt beurteilt, also wie viel Wissen vom Antwortenden zum Fragenden transportiert wurde, nicht danach wie sich der Antwortende selbst darstellen kann. Hier zählt der Inhalt und nicht die Kunst des Redens und sich Gebens. Was nach einem schnellen Gespräch übrig bleibt, ist meist weniger das was gesagt wurde, sondern das Bild (Mimik, Gestik) und der Ton wie es gesagt wurde.
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  • Menschen können sich unabhängig von ihrem Aussehen oder ihrer sozialen Stellung kennen und schätzen lernen
    Beispielsweise können Singles während der Unterhaltung in einem Chatforum erfahren ob sie grundsätzlich zusammenpassen oder nicht. Nicht wenige Paare haben sich über ein Chatforum kennen und lieben gelernt.
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  • Allgemein kann die Qualität von Produkten verbessert werden
    Unternehmen können sich in den Foren und Listen über die Wünsche, Sorgen und Nöte der Anwender ihrer Produkte auf leichte Art und Weise informieren. Durch die Beobachtung der Kommunikation in den entsprechenden Foren oder Listen werden Probleme mit den Produkten oder Wünsche nach Verbesserungen und Erweiterungen schnell offenbar. Diese Informationen können direkt in die Entwicklung neuer oder in die Verbesserung bestehender Produkte einfließen, so dass das Angebot des Unternehmens permanent an den Kundenbedürfnissen ausgerichtet ist.
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  • Dank der Anonymität des Internets kann dort wesentlich freier und ungezwungener über brisante Themen diskutiert werden
    Die Diskussionsteilnehmer teilen ihre Meinung im Schutze ihres Pseudonyms in der Regel wesentlich ehrlicher und ungezwungener mit, als sie dies in einem direkten Gespräch machen würden. Somit können gewisse Diskussionen sehr lehrreich und informativ sein.
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  • Die Unterhaltung in einem Chatforum ist gegenüber dem Telefonieren relativ ruhig, da die Gesprächspartner ihre Mitteilungen tippen und nicht sprechen
    Damit wäre es gerade in Entwicklungsabteilungen ein hervorragender Ersatz für das Telefon. Ein weiterer Vorteil ist das ein Chat leicht protokolliert werden kann um wichtige Inhalte zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nachzulesen.
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  • Die über das weltweite Computer-Netzwerk erreichbaren fremdsprachigen Diskussionsrunden oder Web-Inhalte, können als Übungsplatz, für angestaubte Sprachkenntnisse dienen

Nachteile 

  • Die Qualität der Anbieter und der Foren und Listen selbst, unterscheidet sich gewaltig, der Informationssuchende hat die Qual der Wahl 
    Während bei dem direkten Gespräch innerhalb der Familie, mit Freunden oder mit Bekannten der Kreis der Informationsgeber relativ überschaubar bleibt, ist die Zahl derer die Dienste zum Informationsaustausch über das Internet anbieten, kaum erfaßbar. Es ist ein großes Hintergrundwissen und einiges an Zeit- und Arbeitsaufwand notwendig um den geeigneten Kommunikationsdienst zu finden.Probleme bereitet den Anbietern vor allem das immense Datenaufkommen. Mittlerweile existieren zigtausend Foren und Listen mit unzähligen Diskussionen bzw. Einzelnachrichten. Die Bereitstellung dieser Dienste ist eine aufwendige, teilweise teure und auch rechtlich nicht ganz einfache Aufgabe. Kaum ein Provider bietet auf seinem Server beispielsweise alle Newsgroups an; viele sparen zusätzlich, indem sie Beiträge bereits nach kurzer Zeit wieder löschen. Manche Foren und Listen verschwinden spurlos ohne Vorankündigung, genauso wie es immer wieder passiert, daß wenige Tage alte Beiträge gelöscht werden.
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  • Gute Foren und Listen haben meist auch viele (aktive) Mitglieder, dadurch herrscht ein immenses Datenaufkommen (Relativ schwierige Suche nach informativen Beiträgen innerhalb der Foren)
    Unter wertvollen Diskussionen und informativen Antworten auf unterschiedlichste Fragen befinden sich auch jede Menge Beiträge mit sinnlosem Gelaber und irrelevante Werbebotschaften. Jeder kann antworten und der Fragende muss selbst entscheiden wie glaubwürdig die jeweilige Antwort ist. Weiterhin gibt es auch keinen Nachweis der Identität des Antwortenden, beispielsweise könnte der Anbieter eines Produkts im Schutze der Anonymität in die Rolle des Käufers schlüpfen und sein Produkt mit Etiketten versehen die es eigentlich nicht verdient. Das trennen der relevanten Beiträge von den irrelevanten, kostet gerade den ungeübten Einsteiger einen hohen Zeit- und Arbeitsaufwand.
  • Datenschutzprobleme, falls der Diskussionsteilnehmer den richtigen Namen verwendet
    Die Inhalte der Nachrichten in den Foren und Listen können in der Regel von jedermann gelesen, archiviert und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt erneut abgerufen und ausgewertet werden. Jeder Teilnehmer sollte daher wissen, dass seine Beiträge standardmäßig und ohne sein Zutun von kommerziellen Datensammlern erfasst und gespeichert werden.Mit Hilfe entsprechender Suchmaschinen können Datenschnüffler beispielsweise nach allen Nachrichten, die von einer bestimmten Person im Internet veröffentlicht wurden, suchen und somit ein Persönlichkeitsprofil von dem betreffenden Menschen erstellen.Grundsätzlich schafft hier eine nichtssagende E-Mail-Adresse bei einem Freemail-Anbieter Abhilfe, beispielsweise unbekannt@gmx.de. Auch den richtigen Namen müssen Sie in vielen Foren und Listen nicht preisgeben; verwenden Sie, wenn es möglich ist, ein Pseudonym. Weiterhin bleibt es jedem selbst überlassen, was er der Öffentlichkeit mitteilen will und was nicht – genau wie im realen Leben.
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  • Die rechtliche Verantwortung der Autoren für die Inhalte ihrer Nachrichten sind unklar
    Was passiert beispielsweise, wenn ein verärgerter Kunde sich unrechtmäßig über ein Produkt äußert und so das Image des Unternehmens schädigt. Hier können moderierte Foren und Listen Abhilfe schaffen, wenn ein vertrauensvoller Moderator zur Verfügung steht.
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  • Der webbasierten Kommunikation fehlt die körperliche Präsenz der Kommunikationspartner, was zu einem Mangel an Anziehungskraft und Vertrautheit durch das Nichtvorhandensein der menschlichen Körpersprache (Mimik und Gestik) führen kann
    Dieses Problem könnte jedoch durch Bild-und Tonübertragung über sogenannte Videokonferenzen entschärft werden.
    Dieser Nachteil kann aber auch ein großer Vorteil sein, denn wie oft interpretiert das Gegenüber eine Mimik oder Gestik als negative Reaktion und damit als Angriff auf seine Person. Was ist wenn wie häufig der Fall, der andere in dem jeweiligen Moment, an etwas unangenehmes gedacht hat, daß aber in Zusammenhang mit einem ganz anderen Menschen geschehen ist.
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  • Der Umgang mit den elektronischen Kommunikationsdiensten erfordert zusätzliche Kenntnisse.
    Beispielsweise sollte der Chat-Teilnehmer geübt im Umgang mit der Tastatur sein um eine flüssige Kommunikation innerhalb eines Chatforums zu ermöglichen. Um das 10-Fingersystem zu beherrschen gehört allerdings eine gehörige Portion Übung dazu, die Zeit und Geduld erfordert.

Fazit

Die effektivste Form der Informationsgewinnung ist zweifelsohne der Erfahrungsaustausch mit anderen Menschen. Sieht man sich nun die Vorteile der Kommunikationsdienste an, so kann man sicherlich sagen, das diese Mehrwerte bieten, die auf herkömmliche Art und Weise nicht bereitgestellt werden können. Angefangen von der Vielfalt der angebotenen Themengebiete und der Vielzahl der erreichbaren Menschen, über die Vorteile der raum- und zeitunabhängigen Kommunikation und der Archivierbarkeit der Diskussionen bis hin zur Möglichkeit brisante Themen in einer anonymen Umgebung zu besprechen. 

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Für die Nutzung der elektronischen Kommunikationsdienste gibt es unterschiedlichste Beweggründe: Sei es nun die Suche nach Informationen, die auf herkömmlichem Wege gar nicht oder nur schwer zu beschaffen sind, die Freude anderen bei der Lösung ihrer Probleme oder beim Beantworten ihrer Fragen zu helfen oder das Spiel mit der eigenen Identität. So kann ein Junge beispielsweise ausprobieren, wie es ist, sich als Mädchen mit einem Jungen zu unterhalten, oder ein Teenager macht sich älter und kann so mit einer jungen Frau flirten. Einen großen Reiz übt offensichtlich auch auf viele die Möglichkeit aus, ihren Traumpartner über das Internet zunächst virtuell und dann bei entsprechender Sympathie real kennenzulernen. Ein weiterer interessanter Aspekt den vor allem die Anonymität des Internets ermöglicht, sind virtuelle Selbsthilfegruppen in denen Menschen mit bestimmten Problemen in Kontakt treten und sich gegenseitig helfen können. Untersuchungen und Berichte von Teilnehmern zeigen das es für viele eine große Hilfe ist, besser mit ihren Problemen fertig zu werden.

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Jedenfalls hat das Internet viele neue interessante Möglichkeiten zu bieten und stellt damit eine sinnvolle und nützliche Ergänzung zur traditionellen Verständigung dar. Auf keinen Fall sollen sich Menschen nur noch online verständigen und das wird in Zukunft auch nicht geschehen. Viel mehr werden sich die Anwender im Netz zu bestimmten Interessengruppen zusammenschließen und dort die Informationen und Erfahrungen austauschen, bei denen sie offline nicht die Möglichkeit hätten, sei es aus Zeitmangel oder schlichtweg weil ein geeigneter Gesprächspartner fehlt. Nicht haltbar sind in jedem Fall, die Meinungen von extremen Kritikern, die in den elektronischen Kommunikationsdiensten den Untergang der zwischenmenschlichen Kommunikation und die Vereinsamung des Einzelnen sehen. Viele nutzen die Kommunikationsdienste als Ergänzung zu anderen Kommunikationsformen wie dem Telefonieren oder als Freizeitbeschäftigung neben dem Fernsehen oder dem Fußballspielen und führen ansonsten ein vollkommen normales Leben, sie gehen zur Schule, zur Arbeit, beschäftigen sich mit ihrem Hobby oder gehen mit ihren Freunden aus. Natürlich gibt es auch Menschen die die Kommunikationsdienste, aber auch Hobbies oder andere Medien wie etwa Bücher oderdas Fernsehen, als Fluchtmittel verwenden um den Problemen im realen Leben zu entkommen. Diese Probleme können beispielsweise durch ihre Schüchternheit oder körperliche Auffälligkeiten wie etwa Fettleibigkeit, verursacht werden. Aber ist es nicht so das hier das Internet gerade für solche Menschen sogar eine Chance darstellt, mit anderen in Kontakt zu kommen, die soziale Isolation verlassen zu können, da sie dort wesentlich unbefangener kommunizieren können ? Während man sich im Gespräch von Angesicht zu Angesicht mit sehr vielen Aspekten der Persönlichkeit des jeweils anderen auseinandersetzen muß, entsteht bei der computergestützten Kommunikation die Sympathie allein dadurch, daß der andere etwas nettes und liebenswert schreibt oder sehr intelligent argumentiert. Ein unattraktives Äußeres könnte einen auch noch so nettgemeinten Satz schnell entwerten. Ein körperlich behinderter Mensch beispielsweise kann im Chatraum erfahren, daß er genauso behandelt wird, wie er es sich eigentlich wünscht, nämlich wie ein gesunder Zeitgenosse. Ob eine Online-Beziehung die persönliche Nähe einer Offline-Beziehung schaffen kann, bleibt jedoch anzuzweifeln. Doch wirklich enge Beziehungen werden auch in der sogenannten realen Welt immer seltener, wie die hohe Scheidungsquote beweist.

Um die Qualität der Nachrichten, die tagtäglich in die Foren und Listen gestellt werden, zu erhöhen und vor allem sinnloses Gelaber und die illegalen und jugendgefährdenden Inhalte auszufiltern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist der moderierte Informationsaustausch, bei dem ein Moderator über Stil, Umgangston und Inhalt aller in das Forum oder die Liste gestellten Nachrichten wacht. Alle Beiträge werden zunächst an den Moderator geschickt, der diese auf ihren Nutzwert und die Erfüllung der notwendigen Qualitätskriterien hin überprüft. Erst nach dieser durchgeführten und bestandenen Prüfung wird die Nachricht in das Forum bzw. die Liste aufgenommen. Die Qualität der Nachricht würde also hauptsächlich vom jeweiligen Moderator abhängen und nicht mehr von einer Vielzahl von Teilnehmern.

Eine andere Möglichkeit ist die Einführung eines Bewertungssystems, das es ermöglicht die Qualität der Antwort auf eine Frage zu beurteilen. Die Ergebnisse der Bewertung sind für den Anwender jederzeit abrufbar. Außerdem kann der Anwender sich jederzeit über die berufliche Laufbahn und sonstige Daten des Experten informieren, womit dieser eine nachweisliche Identität hat. Um den Experten einen Anreiz zu geben Fragen möglichst ausführlich zu beantworten können diese mit Geld oder Sachwerten, aber auch durch eine Auszeichnung, honoriert werden.

Auch um bestimmte Informationen in bereits geschriebenen Beiträgen innerhalb von Diskussionsforen und -listen leichter zu finden, gäbe es Lösungen. Hier würde die Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln durch jeden Anwender Sinn machen, beispielsweise das Vermeiden von Überflüssigem, angefangen von den oft sinnlosen Beiträgen über Entschuldigungen über die eigene Unfähigkeit bis hin zu Fragen, die gerade wenige Tage vorher schon gestellt und beantwortet wurden. Eine kurze und präzise Problembeschreibung und ein eindeutiger Nachrichtentitel erhöhen die Chance auf eine Antwort.

Eine technische Erleichterung hierzu bieten spezielle Suchmaschinen mit denen sowohl aktuelle als auch archivierte Beiträge (Titel und Text), nach Stichworten durchsucht werden können. Die Praxis zeigt das diese, häufig gar nicht oder mit einem schlechten Suchalgorithmus ausgestattet, angeboten wird.

Abschließender Satz

Die Vielfalt der im Internet angebotenen Themen bietet gerade für jene, die außergewöhnliche Ziele und Interessen oder nicht alltägliche Probleme verschiedenster Natur haben die Möglichkeit mit anderen Menschen Informationen, Erfahrungen und Meinungen auszutauschen. Damit sind die elektronischen Kommunikationsdienste, eine hervorragende Ergänzung zu den herkömmlichen Möglichkeiten der Kommunikation wie dem direkten Gespräch von Angesicht zu Angesicht, dem Telefon oder dem Briefaustausch.

Etwas was erst durch das Internet möglich wurde, ist das die Gespräche elektronisch dokumentiert werden. Alles was geschrieben wird, kann somit allen dienen, die in der Lage sind es gezielt zu finden. Vor allem aber kann man sich so auf das Geschriebene beziehen. Der Gesprächspartner kann jetzt nicht mehr sagen, das hast du aber anders gesagt. Es steht jetzt im Netz, elektronisch dokumentiert und für andere sichtbar. Einfach nur gut, sehr viel besser als vorher, wo man geschickten Rednern hoffnungslos ausgeliefert war.

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