Erkenntnis aus der Analyse

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Geben Sie so wenig persönliche Informationen wie möglich preis, verwenden Sie eine spezielle E-Mail-Adresse, wie beispielsweise "unbekannt@freemailanbieter.de" für Ihre E-Commerce-Aktivitäten und informieren Sie sich über Ihre rechtlichen Möglichkeiten, denn nur so können Sie unseriöse Internetangebote erst erkennen und dann entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen. 

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Bevor Sie sich bei einem Anbieter registrieren, lesen Sie vor allem die "Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)" und die "Privacy Policy (Datenschutzerklärung) ", um so mehr über die mit dem jeweiligen Internetangebot verknüpften Bedingungen zu erfahren. Gerade wer im Internet einkauft, sollte vor der endgültigen Bestellung wissen, wer den Transport der Ware bezahlt, wie viel dieser genau kostet, wie und wann das betreffende Produkt bezahlt werden soll und welche Liefer-, Gewährleistungs- und Garantiebedingungen mit dem Produkt verknüpft sind.

Speichern Sie alle Nachrichten des Internetanbieters auf Ihrem Rechner. Es sind Ihre wichtigsten Beweismittel. Speichern Sie auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und die Datenschutzerklärung. Diese muss der Anbieter dem Anwender so zur Verfügung stellen, daß er sie speichern und reproduzieren kann.

Teilen Sie Ihre positiven und/oder negativen Erfahrungen, die Sie mit Internetanbietern gemacht haben, auch den anderen Internetteilnehmern mit.

Dies können Sie beispielsweise bei virtuellen Verbrauchergemeinschaften wie Ciao.de (www.ciao.de) oder Doyoo.de (www.dooyoo.de) tun. 

Eine weitere und besonders interessante Möglichkeit hierzu bietet die Teilnahme am WOT-Netzwerk (WOT ist übrigens die Abkürzung für "Web of Trust), deren Mitglieder Informationen über Websites austauschen und sich so gegenseitig helfen, das Internet für jeden einzelnen Teilnehmer sicherer zu machen (www.mywot.com). Mit dem Browser-PlugIn von Mywot.com können Sie besuchte Webseiten bewerten und damit aktiv dazu beitragen, sich selbst und Ihre Mitmenschen vor Spamseiten, Spyware oder unseriösen Onlinehändlern zu schützen. Durch die kollektive Bewertung, können sich die Mywot-Teilnehmer gegenseitig dabei helfen, die vielfältigen Internetangebote besser hinsichtlich ihres Nutzens und ihrer Sicherheit einzuschätzen. 

Natürlich können auch geeignete Diskussionsforen, Diskussionslisten oder Chatforen als Anlaufstelle dienen. Oder Sie gehen noch einen Schritt weiter und bieten beispielsweise ein eigenes Webforum, einen Weblog, eine Diskussionsliste oder eine Newsletter zu diesem Thema an. Ihre Mitmenschen werden es Ihnen danken und hoffentlich gleichtun.

Falls es sich um schlechte Erfahrungen handelt, wäre es natürlich fair, zuerst dem Anbieter Gelegenheit zu geben, den Mangel zu beheben.


Hinweis
Viele weitere Informationen über die Rechte des Verbrauchers, die Pflichten des Anbieters, welche wesentlichen Punkte es beim Lesen einer AGB und einer Privacy Policy zu beachtet gilt und welche wichtigen (Online)-Zahlungsarten es gibt, erfahren Sie unter "Sicher internetkurs/ein-und-verkaufen".

Erkenntnis
 

Die wohl häufigste Ursache für Rechtsprobleme sind Verbraucher, die ihre Rechte nicht kennen und Anbieter, die ihren Pflichten nicht nachkommen.  

Erst so wird es möglich, daß eigentlich rechtschaffende Verbraucher und Anbieter das bestehende Recht verletzen und unseriöse Rechtsanwälte das bestehende Recht nach ihrem Ermessen auslegen und so viel Geld auf Kosten der unwissenden Verbraucher und Anbieter verdienen können. 

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Die notwendigen (nicht die überflüssigen) Gesetze und Verordnungen sind vor allem dazu geschaffen worden, um Rechtsverletzungen schnell zu beheben. Da unsere Rechtsordnung für uns alle verbindlich ist (auch für alle Juristen, insbesondere Rechtsanwälte), könnten wir alle maßgeblich dazu beitragen, um fehlerhafte Rechtssprechungen zu vermeiden. 
Wir müßten nur alle mit Nachdruck fordern, das sich unsere Juristen für unser gemeinsame Ziel zusammenschließen, nämlich die Gesetzesflut auf ein tatsächlich notwendiges Maß einzudämmen und die verbliebenen Gesetze so umzuformulieren, daß die wesentlichen Inhalte (der Zweck des Gesetzes) auch von einem Laien verstanden werden können. Dies ist die wesentlich Vorraussetzung dafür, das sich auch juristisch nicht geschulte Menschen gesetzeskonform verhalten können. Falls es dann trotzdem noch zu einer Rechtsverletzung kommt, sollte man darauf achten, daß alle mündlichen Kontakte sorgfältig protokolliert werden.
Einige interessante Internetdienste, die Ihnen bei der Suche nach juristischen Informationen helfen können, finden Sie übrigens im Abschnitt "juristische Such- und Informationsdienste".

Ein sehr wirksamer Weg, um mehr über die Rechte, die Sie als Kunde haben bzw. die Pflichten, die Sie als Anbieter haben,  zu erfahren, ist, daß Sie aktiv und kompetent am Internet teilnehmen und auf diesem Wege andere informieren bzw. sich von anderen Netzwerkteilnehmern informieren lassen.
Je mehr Internetanwender ihre Erfahrungen anderen ehrlich und verständlich formuliert mitteilen, umso wirksamer können alle Anwender vor unehrlichen Internetanbietern geschützt werden. Melden Sie deshalb nachweislich windige Geschäftemacher und Diensteanbieter sofort den Verbraucherzentralen und warnen Sie andere Anwender, beispielsweise durch einen entsprechenden Beitrag in einer relevanten Newsgroup, in einem Webforum oder über die eigene Website.

 

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