Mehrwerte des Internets – Fazit

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Welche Mehrwerte bieten die Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten des Internets gegenüber den traditionellen Angeboten ?

Fazit:


Erkenntnis
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Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien ersetzen nicht das konstruktive Denken eines Menschen, eröffnen ihm aber völlig neue und effektive Wege, schnell und gezielt an die Antworten auf seine Fragen zu gelangen. 

Jeder, der das möchte, kann am großen Gespräch im Internet teilnehmen. Da die auf diesem Wege veröffentlichten Informationen im Gegensatz zu den Gesprächen von Angesicht zu Angesicht elektronisch gespeichert werden, können sie von allen Interessierten (auch jene, die nicht direkt am Gespräch beteiligt waren) später schnell und gezielt mit Hilfe entsprechender Suchtechnologien und Suchanfragen im jeweiligen Sinnzusammenhang wieder gefunden werden. 

Der wohl wichtigste Leitgedanke, ohne den das Internet sehr stark an Bedeutung verlieren würde, ist: "Eigenes Wissen zur Verfügung stellen und gleichzeitig vom Know how des anderen profitieren – gemeinsam wissen wir mehr."

Was wäre das Internet ohne die Menschen, die es verbindet, um Antworten auf konkrete Fragen zu finden, Meinungen und Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu beraten, um so das vorhandene Wissen des Einzelnen zu erweitern bzw. neues Wissen für die Allgemeinheit zu schaffen ? 

 

Wer das Internet intensiv zur Informationsbeschaffung nutzt, wird schnell merken, daß die von ihm genutzten Informationen in der Regel von Menschen stammen, die er nicht persönlich kennt. Umgekehrt werden die von ihm selbst im Internet veröffentlichten Informationen von vielen anderen Menschen genutzt, mit denen er wohl nie persönlich Kontakt haben wird. 

Wir profitieren also von den Informationen, die uns Menschen geben, denen wir sehr wahrscheinlich selbst nie direkt mit unseren eigenen Informationen helfen und umgekehrt. Das erfordert ein Umdenken, denn bisher war es meistens so, daß die Informationen in persönlichen Gesprächen von Angesicht zu Angesicht ausgetauscht wurden und zwar in der Regel zwischen Menschen, die sich kennen.

Wer aber den grundlegenden Netzwerkgedanken verstanden hat, dem wird das Umdenken nicht sehr schwer fallen.

In diesem Zusammenhang paßt auch ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe [Johann Peter Eckermann, Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens, Berlin und Weimar, 1982, S.662 ff]:

Im Grunde aber sind wir alle kollektive Wesen, wir mögen uns stellen, wie wir wollen. Denn wie weniges haben und sind wir, das wir im reinsten Sinne unser Eigentum nennen! Wir müssen alle empfangen und lernen, sowohl von denen, die vor uns waren, als von denen, die mit uns sind. Selbst das größte Genie würde nicht weit kommen, wenn es alles seinem eigenen Inneren verdanken wollte. Das begreifen aber viele sehr gute Menschen nicht und tappen mit ihren Träumen von Originalität ein halbes Leben im Dunkeln. … Es ist im Grunde auch alles Torheit, ob einer etwas aus sich habe oder ob er es von anderen habe; ob einer durch sich wirke oder ob er durch andere wirke: die Hauptsache ist, daß man ein großes Wollen habe und Geschick und Beharrlichkeit besitze, es auszuführen; …

Neben dem zeit- und ortsunabhängigen Zugang zu den unterschiedlichste Informationen verbessert das Internet auch die Möglichkeiten, selbst Informationen zu veröffentlichen.

So kann jetzt jeder, der über einen Computer mit Internetzugang und eine grundlegende Netzwerkkompetenz verfügt, beispielsweise auf die Äußerungen (Behauptungen, aktuelle Meldungen, Meinungen,…) seiner Mitmenschen reagieren oder seine Erfahrungen, die er mit den erworbenen Produkten und Diensten gemacht hat, allen interessierten Internetteilnehmern mitteilen und so aktiv und konstruktiv an der Erweiterung bzw. sinnvollen Ergänzung der bestehenden Informationen mitwirken.

Informationen können mit entsprechenden Anwendungsprogrammen am eigenen Rechner erstellt, via Internet auf einem Webserver veröffentlicht, bei den gängigen Suchmaschinen und Suchkatalogen angemeldet und so einfach und kostengünstig weltweit bekannt gemacht oder in Windeseile beispielsweise per E-Mail an ganz bestimmte Empfänger verteilt werden. 

Das Internet bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen mit vergleichsweise geringem Aufwand rund um die Uhr, weltweit erreichbar, multimedial aufbereitet und kostengünstig zu präsentieren. Die Kommunikation kann zeitversetzt oder zeitgleich über Telefon- und Datenleitungen von zuhause aus, am Arbeitsplatz oder am jeweiligen Aufenthaltsort mit Internetzugang erfolgen. Mit wenig Aufwand läßt sich im Internet ein virtuelles Büro mit E-Mail, IP-Telefon, Fax, SMS, Terminkalender und Adreßbuch einrichten. 

Aber auch für den Privatanwender bietet das Internet zahlreiche für den Alltag nützliche Informationsdienste, die offline in dieser Form nicht denkbar wären, beispielsweise jederzeit verfügbare Verbraucherinformationen wie etwa Änderungen, die Telekommunikation, Energieversorgung und das Postwesen betreffen, Online-Versicherungsvergleiche, Meinungen und Erfahrungen anderer Menschen zu den unterschiedlichsten Themen, hersteller- und händlerunabhängige Testberichte von Produkten und Dienstleistungen, die Online-Autoschwacke oder der aktuelle Steuertipp.

Eine interessante Frage zum Schluß wäre noch, wie das Internet unser Leben in absehbarer Zukunft verändern wird. Diese Frage kann man zwar nicht exakt beantworten; Fakt ist jedenfalls, daß die Änderungen nahezu alle Lebensbereiche betreffen werden. Das Ausmaß der Änderungen wird von jedem Einzelnen abhängen, sowohl von den Anbietern als auch von den Anwendern. 

Die Angst vieler, daß mit dem Internet traditionelle Angebote, etwa Schulen oder Ladengeschäfte, komplett verschwinden und nur noch virtuell über das Internet verfügbar sind, wird sich eher nicht bewahrheiten. Vielmehr werden die Internetangebote die traditionellen sinnvoll ergänzen. Webbasierte Bildungsangebote werden die traditionelle Schule nicht ersetzen, aber die Möglichkeiten der Fernlehre verbessern. Hier sind vor allem die Vorteile des zeit- und ortsunabhängigen Lernens zu nennen. Genauso wenig wird E-Commerce den traditionellen Handel ersetzen, aber die Möglichkeiten des Versandhandels verbessern. Wichtige Vorteile sind hier beispielsweise der Verkauf von Nischenprodukten, die bessere Transparenz des Produkt- und Dienstleistungsangebots und die Suche nach Waren, die ohne das Internet nur schwer oder gar nicht zu finden wären.

Im Hinblick auf den künftigen Einfluß des Internets auf unser Leben wurde auch eine interessante Befragung von 71 Nobelpreisträgern (das sind fast ein Drittel aller lebenden Nobelpreisträger) vom Princeton Survey Research Associates (PSRA) zwischen Juli und Oktober 2001 durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage können im Internet auch unter "www.cisco.com/nobel" abgerufen werden.

Die Frage an die Nobelpreisträger war: Wie wird das Zusammenspiel von Internet, Bildung und Innovation in den nächsten 20 Jahren die Welt beeinflussen ?

 

Den Preisträgern zufolge hat das Internet auch in Zukunft weiterhin einen positiven Einfluss auf die Verbreitung von Wissen und Bildung sowie auf den allgemeinen wirtschaftlichen Wohlstand.

Grenzenlose Kommunikation
Im Zentrum der Umfrage standen die Themen Bildung, Innovationen und Lebensstandard. 93 Prozent der Befragten denken, dass das Internet die grenzüberschreitende Kommunikation verbessern wird. Auf diese Art werden ihrer Meinung nach Barrieren fallen, die im Moment noch zwischen Kulturkreisen bestehen. Auf lange Sicht ergäben sich ökonomische Vorteile für die Bevölkerung. 72 Prozent der Befragten zufolge birgt das Internet für Menschen in Entwicklungsländern mehr Möglichkeiten, am ökonomischen Aufschwung teilzuhaben.

Rob Lloyd, President von Cisco Systems Europa: "Die Umfrage gibt uns einen Eindruck davon, wie einige der größten Denker unserer Zeit die Möglichkeiten des Internet einschätzen, die Welt zu verändern." 

Internet beeinflusst die Arbeit nachhaltig
Als potenzielle Gefahren durch das Internet sehen die Preisträger die Verletzung der Privatsphäre (65 Prozent), eine wachsende Entfremdung (51 Prozent) sowie größere politische oder wirtschaftliche Ungleichheit (44 Prozent). Dennoch fasst die Mehrheit der Befragten das Internet als positiv auf. 85 Prozent gaben an, dass ihre eigene Arbeit und ihr Leben positiv durch das Internet beeinflusst werden. Die meisten Preisträger (89 Prozent) benutzen einen Computer, das Internet und E-Mail zur Kommunikation. 69 Prozent sind der Ansicht, dass sie mit Hilfe des Internet ihre Arbeiten schneller fertig stellen konnten. "Die Umfrageergebnisse sind deswegen so bedeutend, da die meisten der Preisträger ohne Computer oder Internet aufgewachsen sind.", so Mary McIntosh, Vizepräsidentin bei PSRA. "Das Durchschnittsalter der Befragten beträgt 72 Jahre."

E-Learning gehört die Zukunft
Das Internet wird Bildung und Lernmöglichkeiten verbessern, indem virtuelle Klassenzimmer entstehen. Dies wurde von 74 Prozent der Befragten angegeben. Innovationen werden den meisten Preisträgern zufolge beschleunigt und der Stand der Wissenschaft erweitert (82 Prozent). Fast alle Preisträger (93 Prozent) sind der Meinung, dass das Internet einen verbesserten Zugang zu Bibliotheken, Informationen und Lehrkörpern eröffnen wird.

Nach Ansicht von Cisco ist E-Learning das Ausbildungswerkzeug der Zukunft. Mehr als 230.000 Studierende nehmen weltweit am Cisco Networking Academy Program teil und über 90 Prozent der Cisco Vertriebs-Mitarbeiter besuchen E-Seminare. Neben schnellen Internetzugängen sind hochwertige Inhalte eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiches E-Learning. Cisco Systems stellt die Infrastruktur für das Netzwerk der Nobel-Webseite zur Verfügung, damit Nobel-Veranstaltungen über Internet-TV in hoher Qualität übertragen werden können.

 

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